Sonntag, 7. Januar 2018

Frohes Neues Jahr!

Weihnachten ist vorbei und das neue Jahr hat unspektakulär begonnen. Ich hoffe, daß sich der geneigte Leser bester Gesundheit erfreut.

Wir hatten hier im Herbst und Winter einige wirklich heftige Stürme mit einer Menge umgestürzter Bäume und Windbruch. Die Stelzeneiche hat auch diese Bewährungsproben unbeschadet überstanden. Nicht mal ein paar trockene Zweige lagen unter der Krone!


Der NDR hat zwischenzeitlich Wiederholungen der Landpartie gesendet und so werde ich auch ab und an nochmal auf die Sendung angesprochen, was mich sehr freut. Für die Eiche. Sie soll nicht in Vergessenheit geraten.

Es ist der siebte januar 2018. Nach der überwiegend trüben und verregneten letzten Zeit war heute ein strahlender Sonnentag mit frischem und eisigen Ostwind. Die Müritzwellen spülten Schaum ans Ufer.

Ein spektakulöses Abendrot verspricht eine kalte Nacht. Es wird dunkel, noch dunkler, sehr dunkel.

Ich trete Mitternacht nochmal vor die Tür, richte meinen Blick zum Himmel und traue meinen Augen nicht: Sterne über Sterne, klare Luft, kein Mond. Es ist immernoch eisig und ein steifer Wind weht von Osten her durch die kahlen Bäume und Sträucher der Siedlung.

Also schnell was wirklich Warmes angezogen, Kamera und Stativ gegriffen und los geht die Nachtwanderung. Sie führt mich durch Ludorf, den Gutspark und schließlich und folgerichtig runter an die Müritz zur Stelzeneiche.

Hier versuche ich, sie mit den Sternen in Szene zu setzen. Alter Baum trifft uraltes Firnament. So stand sie in jener Nacht, die Antennen dem Sternenhimmel entgegengereckt:

Die Krone der Stelzeneiche im Licht der Milchstraße
Die Eiche winkt dem Orion. Die drei Gürtelsterne
sind rechts unten gut zu erkennen.